Zur Solar-Challenge-Marokko

Mit dem Solarauto 2500 Kilometer durch die Sahara in Marokko

Mit einem Solarauto durch die Sahara in Marokko! 19 Studenten aus Enschede stellen sich in diesem Jahr dieser Herausforderung, nachdem die World Solar Challenge in Australien abgesagt wurde.
Das Twente-Solarteam auf der Zolder-Rennstrecke in Belgien im vergangenen Jahr. © Solar Team Twente

„Unsere Welt braucht nachhaltigeren Verkehr und neue Technologien. Wir entwickeln das effizienteste Solarauto, weil wir glauben, dass es eine Veränderung geben muss und dass wir die Veränderung sein können“, schreibt das Solar Team Twente auf seiner Homepage seinen Antrieb bei der Entwicklung eines Solarmobils. Um zu wissen, wo das Team aus Studenten der Fachhochschule Saxion in Enschede und der Universität Twente steht, sind Vergleiche auf internationaler Ebene wichtig.

Weltmeisterschaft in Australien abgesagt

In diesem Jahr sollte es daher eigentlich zur Weltmeisterschaft in Australien gehen. „Ein schwerer Schlag für das Team“ sei daher die coronabedingte Absage der Bridgestone World Solar Challenge, der Weltmeisterschaft in Australien, gewesen, meint Teamleiter Colin van Laar.

Doch das Team hat nicht den Kopf in den Sand gesteckt, sondern nach Alternativen gesucht und sozusagen im Sand der Sahara gefunden. In Marokko gibt es in diesem Jahr ein Rennen an dem die Niederländer teilnehmen wollen, die Solar Challenge Marokko.

Dort treffen die Studenten auf Teams aus der ganzen Welt. Bei der Rallye fahren die Studenten – so der Plan – durch die Sahara und insgesamt rund 2500 Kilometer mit ihrem Solarauto.

Strecke stellt Team vor neue Herausforderungen

Die Strecke ist eine gute Alternative zum abgesagten Event und Vergleich im australischen Outback, sie birgt jedoch auch viele Herausforderungen für das Solar Team. Im Outback war das Team aus den Niederlanden schon bei einer früheren Ausgabe der Weltmeisterschaft für Solarautos erfolgreich.

In den vergangenen eineinhalb Jahren haben die 19 Studenten die in Australien gemachten Erfahrungen genutzt, um „ein Solarauto von Weltklasse zu entwerfen und zu bauen“, heißt es auf der Homepage des Teams. Jetzt gilt es, das Fahrzeug für die Bedingungen in der Sahara anzupassen. Soviel ist klar: Die Rallye durch 2500 Kilometer marokkanische Wüste werden die Solarautos und ihre Teams an ihre Grenze bringen. An der für den Betrieb der Autos genötigten Sonne wird es aber definitiv nicht fehlen.

© Solar Team Twente © Solar Team Twente

Das Rennen geht über fünf Etappen, es beginnt und endet in der Hafenstadt Agadir und wird hauptsächlich den südlichen Teil Marokkos entlang der Ausläufer des Atlasgebirges und des Randes der Sahara streifen. Sieger wird, wer mit seinem Solarfahrzeug die Gesamtdistanz in der kürzesten Zeit zurücklegt.

RED Horizon haben die Studenten ihr Auto genannt. Das Solarauto wurde ursprünglich für die Verhältnisse im flachen australischen Outback entwickelt. Für das Rennen in Marokko überarbeitet das Team das Design des Elektromotors. Hintergrund: Die jetzt anstehende Strecke beinhaltet auch größere Höhenunterschiede.

  • Wann das Rennen in Marokko gestartet wird, hängt von der Corona-Situation und damit verbundene Reisehinweise und Reiseeinschränkungen ab.
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